Aktuelles

20. November 2017

Ausstellung in KZ-Gedenkstätte Ladelund eröffnet

Dort, wo sich in Ladelund im Kreis Nordfriesland einst ein Konzentrationslager befand, steht jetzt eine Gedenkstätte. Zwischen dem 1. November und dem 16. Dezember 1944 kamen an diesem Ort 300 Menschen ums Leben. Am Sonnabend ist in Ladelund eine neue Dauerausstellung eröffnet worden. Sie erzählt ihre Geschichte. Sie zeigt aber auch, wie das Dorf zu dem Konzentrationslager stand, und wie die Gedenkstätte zu einem Ort wurde, an dem schnell eine Annäherung zwischen den Dorfbewohnern und den Angehörigen der Opfer möglich wurde. 

NDR.de
20. November 2017

Eine Brücke gegen das Vergessen

„Innerhalb weniger Jahre ist die Begegnungsstätte ein Vorzeigeprojekt für die schleswig-holsteinische Gedenkstättenarbeit geworden.“ Das betonte Kulturministerin Karin Prien (CDU) am Wochenende anlässlich der Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Das KZ im Dorf“ in der KZ-Gedenkstätte Ladelund. Auf Deutsch, Dänisch, Englisch und Niederländisch informieren Schautafeln, Hör- und Filmstationen sowie Biografien über das Schicksal der Häftlinge. Im vollbesetzten Feuerwehrgerätehaus der Gemeinde appellierte die Ministerin vor geladenen Gästen, Zeitzeugen und anderen, die Schulen stärker in die Erinnerungsarbeit einzubeziehen. 

shz.de
20. November 2017

Erinnerung an Unterdrückte

Hunderte Zwangsarbeiter sollen auf dem Jerusalem-Kirchhof in Berlin zusammen gepfercht worden sein: Am Volkstrauertag wird auf dem Friedhofsareal mit einem Gottesdienst der Opfer der kirchlichen Zwangsarbeit gedacht. 

domradio.de
20. November 2017

Neues Denkmal für Polens Weltkriegsopfer

Bald 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges soll in Berlin ein Denkmal an die Opfer der deutschen Besatzung in Polen zwischen 1939 und 1945 erinnern. Ein entsprechender Aufruf an den Bundestag wurde bereits am Mittwoch vorgestellt. Initiatoren sind prominente Politiker sowie zahlreiche Historiker. Als Ort des Denkmals schlägt die Initiative den Askanischen Platz neben dem Anhalter Bahnhof vor. Kreuzbergs Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann äußerte sich wohlwollend: „Grundsätzlich stehe ich dem Vorhaben positiv gegenüber“, sagte sie dem Tagesspiegel.  

Tagesspiegel
20. November 2017

Ex-KZ-Wärter aus Wuppertal (92) kommt vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat Anklage gegen zwei ehemalige SS-Wachmänner im deutschen Konzentrationslager Stutthof bei Danzig erhoben. Ihnen werde Beihilfe zum Mord in mehreren hundert Fällen vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Andreas Brendel am Mittwoch. Die Anklage richte sich gegen einen 93 Jahre alten Mann aus dem Kreis Borken und einen 92 Jahre alten Mann aus Wuppertal. 

Westdeutsche Zeitung
20. November 2017

„Ich wollte nicht sterben, bevor ich eine Frau geküsst habe“

Mitte der 1980er Jahre versuchte die Ost-Berliner Gruppe „Lesben in der Kirche“ mit verschiedenen Aktionen in der „Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück“ an die lesbischen Opfer zu erinnern. Verhindert wurde das damals von der Staatsmacht. Mehr als 35 Jahre später befürwortet nun die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten endlich, dass der lesbischen Inhaftierten von Ravensbrück gedacht wird. Die Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für all die Gruppen und Einzelpersonen, die sich viele Jahre beharrlich und beherzt dafür engagierten. 

Tagesspiegel
20. November 2017

Argentinier in Schlieben-Berga auf den Spuren des Vaters

Was Sergio Kochen in der KZ-Gedenkstätte in Schlieben-Berga zu sehen und zu hören bekommt, wird er am Ende seines Besuches nicht in Worte fassen können. Die Emotionen übermannen stattdessen den Argentinier. Seine Augen werden feucht, wenn er sich vorstellt, welche Hölle sein Vater in jungen Jahren durchlebt haben mag. 

Lausitzer Rundschau
20. November 2017

MDR interviewt Holocaust-Überlebenden – dann kommt ein Neonazi vorbei

Ende Oktober hatte ein Team des MDR den Holocaust-Überlebenden Rolf Isaacsohn an einer jüdischen Gedenkstätte in Leipzig interviewt. Plötzlich kamen zwei Passanten vorbei, einer der Männer zeigte den Hitlergruß in Richtung Isaacsohn. Im Anschluss provozierten und pöbelten die beiden Männer auch noch. Das Team des MDR war Augenzeuge, die Kamera konnte den Vorfall jedoch nicht aufzeichnen. 

Huffington Post Deutschland
20. November 2017

Der KZ-Stollen bei Happurg bleibt ein Mysterium

Der sogenannte "Doggerstollen" beschäftigt Historiker seit Jahrzehnten. Christoph Maier will jetzt zumindest ein paar Geheimnisse des unterirdischen Rüstungsprojekts der Nazis gelüftet haben.  

Nordbayern.de
20. November 2017

Eine letzte kleine Geste für den unbekannten Großvater

Als zur traurigen Gewissheit wurde, dass sein Opa nicht mehr aus dem Krieg zurückkehren würde, war Hans Sowada noch nicht geboren. Am 5. August 1943 kam in Görbersdorf der Brief eines Kompaniechefs der Wehrmacht an, in dem der Ehefrau von Richard Mai erklärt wurde, dass ihr Mann offiziell als vermisst gemeldet wurde. "Als Kompaniechef Ihres Gatten Richard muss ich Ihnen heute die schmerzliche Mitteilung machen, dass Ihr Gatte seit dem 5. 8. 1943 bei einem Gefecht bei Graiworon vermisst wird", heißt es in dem Brief. Und weiter: "Er war mit einigen Kameraden von der Truppe abgekommen und seit dieser Zeit fehlt jede Spur von ihm. Ob er den Russen in die Hände gefallen ist, wissen wir nicht. Denn alle bisherigen Nachforschungen waren vergebens." Mai war damals 36 Jahre alt. 

Freie Presse
17. November 2017

Neues Denkmal in Berlin soll an polnische NS-Opfer erinnern

Es gebe kaum eine polnische Familie, die nicht von der Besatzungsherrschaft betroffen war, heißt es in ihrem an den neuen Bundestag gerichteten Aufruf. In Deutschland sei „dieses barbarische Unrecht nur unzureichend bekannt“. Die „unsäglich großen Opfer, Leiden und Erniedrigungen der Polen“ verdienten ein eigenes Zeichen des Gedenkens in der Mitte der Hauptstadt. 

Tagesspiegel
17. November 2017

Anklage gegen ehemalige SS-Wachmänner erhoben

Gegen zwei ehemalige Wachmänner des Konzentrationslagers Stutthof ist Anklage erhoben worden. Den 93 und 92 Jahre alten Männern wird Beihilfe zu hundertfachem Mord vorgeworfen.  

SPIEGEL ONLINE
17. November 2017

Sonderausstellung: "Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945"

Die Morde der rechtsextremistischen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ und die Anschläge auf Asylunterkünfte und Geflüchtete in den letzten Jahren haben das Thema Rechtsextremismus und rechtsextreme Gewalt verstärkt in das öffentliche Bewusstsein gebracht. 

Focus Online
17. November 2017

»Ein blinder Fleck« Die Schicksale jüdischer Zirkusartisten sind kaum erforscht. Ein aktuelles Projekt will das nun ändern

Irene Bento tritt im Clowns-Trio und bei der Elefantendressur auf. 1943 ist das, eine jüdische Artistin in der Manege des »Circus Althoff«, zu einer Zeit, wo so etwas eigentlich längst undenkbar ist. Das Publikum von Irene Bento weiß von ihrer Herkunft nichts.  

Jüdische Allgemeine
17. November 2017

Österreich in der NS-Zeit: Verbrechen ohne Täter?

Spätestens seit den durch die Affäre Waldheim ausgelösten fundamentalen Änderungen in der österreichischen Erinnerungskultur sollte man meinen, dass zumindest aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive die Debatte um den Opfer- oder Täterstatus der österreichischen Gesellschaft endgültig abgeschlossen und jedwede Form der Relativierung der österreichischen Mitverantwortung und Mittäterschaft an den Verbrechen des Nationalsozialismus obsolet geworden ist. Kurt Bauers jüngste Publikation "Die dunklen Jahre" und vor allem die im STANDARD erschienene Besprechung des Buchs durch Klaus Taschwer, lassen daran allerdings zweifeln. 

derStandard.at
Treffer 1 bis 15 von 20
z.Zt. keine Einträge

64. Bundesweites Gedenkstättenseminar vom 28.-30. Juni 2018 in Düsseldorf

Programm

Informationen zu den Arbeitsgruppen

Anmeldung

KZ-Gedenkstätten befürchten schweren Schaden für die Erinnerungskultur

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland zur Diskussion um einen drohenden AfD-Vorsitz im Kulturausschuss des Bundestags

Petition gegen AfD-Vorsitz im Bundestag-Kulturausschuss

Zur Petition

Protokoll der 5. bundesweiten Gedenkstättenkonferenz

Protokoll

Veranstaltungen

Publikationen

Rundbriefe

Stellenangebote

Forschung und Projekte

Offenes Forum